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Trauer verstehen, Menschen begleiten – Seminartage der HEP in Heidelberg

Seminarfahrt stärkt Klassengemeinschaft und professionellen Umgang mit Krisensituationen

Die Oberstufe der angehenden Heilerziehungspfleger und Heilerziehungspflegerinnen verbrachte drei Tage in einem Selbstversorgerhaus in Heidelberg-Ziegelhausen: Die Studierenden beschäftigten sich mit eigenen Trauer- und Verlusterfahrungen, um dann in einem zweiten Schritt auch zu schauen, was sie in ihrem zukünftigen Beruf an Unterstützungsmöglichkeiten in Krisensituationen geben können.

Eigene Verlusterfahrungen reflektieren und neue Perspektiven gewinnen

Mit dem prämierten Kurzfilm „An Irish Goodbye“, in dem zwei erwachsene Brüder sich mit dem Tod ihrer Mutter auseinandersetzen müssen, diskutierten sie: Unterscheiden sich die Trauerreaktionen der Brüder, nur weil einer das Down-Syndrom hat? Und wie können die Trauerreaktionen als kreativer und individueller Ausdruck aufgegriffen werden?

Empathie, Gemeinschaft und gegenseitige Stärkung

Vor allem eine Übung zur Konfrontation mit eigenen Verlustreaktionen
verdeutlichte den Teilnehmenden die Bandbreite an Emotionen und so wurde auch deutlich: Trauernde Menschen brauchen viel Kraft und ein empathisches Umfeld, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen.
Dazu boten der Rahmen des Hauses nah am Neckar, wunderbares Wetter und gemeinsames Essen als „Balsam für die Seele“ gute Möglichkeiten, um sich gegenseitig zu stärken und auszutauschen.

Text und Fotografie: Stefanie Sehr, Religionslehrerin AES