Seminarfahrt zum Thema „Tod, Trauer und Begleitung von Menschen mit Behinderung
Studierende der Klasse 2 HEP begaben sich auf eine Seminarfahrt, die tief bewegte und zugleich verband. Zwischen ernsten Gesprächen, herzlichem Lachen und stillen Momenten entstand eine besondere Gemeinschaft. Sie kehrten zurück mit der Erfahrung, dass selbst schwere Themen leichter werden, wenn man sie miteinander teilt.
Unsere Seminarfahrt im 2. Jahr der Fachschul-Ausbildung „Heilerziehungspflege“ stand unter dem Motto „Tod, Trauer und Begleitung von Menschen mit Behinderung“. Ein Thema, das auf den ersten Blick eher schwer klingt. Doch die Tage waren alles andere als trostlos! Zwischen tiefgründigen Gesprächen, kreativem Chaos, kochen und jeder Menge Gelächter war es eine Zeit, die sowohl nachdenklich als auch herzlich gewesen ist. Schon bei der Ankunft wurden wir von goldgelben Herbstblättern empfangen, als wollte die Natur uns direkt daran erinnern, dass alles seine Zeit hat. Nach dem Einrichten ging’s dann auch los mit ersten gemeinsamen Runden und Gesprächen. Schnell wurde uns klar: Hier darf man über alles sprechen, auch über Dinge, die sonst gerne verschwiegen werden.
Ein besonderer Moment war, als wir gemeinsam den Kurzfilm „An Irish Goodbye“ angeschaut haben. Der Film hat uns zum Nachdenken gebracht, traurig, berührend und trotzdem mit einer Prise Humor, die irgendwie guttat. Natürlich gab es auch ruhige Momente, Zeiten, in denen wir einfach zur Ruhe kommen konnten und alle für sich das taten, was sich gerade richtig anfühlte. Manche nutzten die Stille, um nachzudenken, andere fanden Ausdruck in Farbe, Musik oder Bewegung. Es war schön zu sehen, wie unterschiedlich wir alle mit denselben Themen umgegangen sind und dass trotzdem etwas Verbindendes entstanden ist. Und zwischendurch? Ganz viel Menschlichkeit: Gespräche über das Leben, Lachen bis spät in die Nacht und gegenseitige Unterstützung.
Am Abend gab es kleine Impulse, bei denen wir den Tag Revue passieren ließen. Besonders am letzten Abend war die Stimmung sehr berührend: Wir zündeten Kerzen an und gingen für einen Moment gemeinsam in die Stille. Das warme Licht der Kerzen schuf eine besondere Atmosphäre, ruhig, friedlich und ein schöner Gegensatz zu den vielen bunten und lebendigen Momenten des Tages. Am Ende der Fahrt standen wir alle gemeinsam vor dem Haus, ein bisschen müde, aber erfüllt. Wir nahmen viele neue Gedanken mit, ein besseres Verständnis für Trauer und Tod und vor allem das Gefühl, dass selbst die schwierigsten Themen leichter werden, wenn man sie miteinander teilt. In dieser Gemeinschaft sind wir nicht nur zusammengewachsen, sondern auch jeder für sich ein Stück weitergegangen.
Text: Jona Heldmann
Fotos: Stefanie Sehr, Religionslehrerin und Schulseelsorgerin an der Alice-Eleonoren-Schule Darmstadt Pastoralreferentin im Bistum Mainz
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